Behutsame, denkmalgerechte Sanierung

Im Laufe der Jahrhunderte ist das Gebäudeensemble zum Glück wenig verändert worden. 1724 erhielt der Fachwerkbau eine Barockfassade. Die Jahreszahlen-Maueranker weisen noch heute darauf hin. Im Rahmen einer Renovierung wurde 1924 die bis dahin vorhandene Utlucht – ein erdgeschossiger Erker –  entfernt. Im Inneren haben viele Generationen von Besitzern Wände versetzt, Decken abgehängt. Trotzdem sind die durchgehenden Holzdecken im Hauptraum und Pesel, dem prächtigsten Raum des Hauses, die für die damalige Zeit stattlichen Peselfenster zum Hof, alte Holzinnenwände, der Lastengiebel inklusive Kran-Rad und weitere kleine Details bis heute erhalten. Jetzt muss unter anderem die Stabilität der Balken und der teils im Klosterformat aufgemauerten Wände des Haupt- und des Tonnendachgebäudes im hinteren Bereich wiederhergestellt werden. Auch das Fachwerk, die historischen Fenster und Türen sollen saniert und das Dach wieder wie ursprünglich mit roten Hohlpfannen eingedeckt werden. Der Sanierung haben sich das Architekturbüro Asmussen & Partner und das Planungsbüro Michael Krebs im engen Austausch mit dem Denkmalschutz angenommen.